Warum wir veröffentlichen, womit wir arbeiten

Wir geben keine Empfehlungen ab. Weshalb wir trotzdem offenlegen, wie wir zu unseren Entscheidungen kommen.

Wir geben keine Empfehlungen ab und nehmen niemandem eine Entscheidung ab. Das wirft eine naheliegende Frage auf: Warum veröffentlichen wir dann überhaupt etwas?

Weil das Aufschreiben die Arbeit verbessert

Eine These, die man notiert, lässt sich später prüfen. Eine, die nur im Kopf existiert, wird im Rückblick zu dem, was ohnehin passiert ist. Wir schreiben unsere Makro-Briefings zuerst für uns selbst: Was ist vor einer Sitzung gepreist, welche Positionierung liegt vor, welche Szenarien sind denkbar und woran würden wir merken, dass wir falsch liegen.

Dieser Zwang zur Formulierung ist der eigentliche Nutzen. Er trennt das, was wir begründen können, von dem, was sich nur gut anfühlt.

Weil der Prozess wichtiger ist als das Ergebnis

Ein einzelner Trade sagt wenig. Er kann richtig gewesen sein und schlecht begründet, oder sorgfältig aufgebaut und trotzdem im Minus. Was sich beurteilen lässt, ist der Weg dorthin: Ob die drei Ebenen — Makro, Optionsstruktur, Orderflow — sauber durchlaufen wurden. Ob die Grösse zur Überzeugung passte. Ob die Bedingungen vorher feststanden, unter denen die These fällt.

Genau diesen Weg legen wir offen. Nicht als Anleitung, sondern als Dokumentation dessen, wie wir arbeiten.

Was hier erscheint

Makro-Briefings zu den Terminen, die den Kalender strukturieren: CPI, NFP, FOMC und Verfallstage. Dazu Auswertungen zur Marktstruktur und gelegentlich ein Rückblick auf eine These, die nicht aufgegangen ist. Kompakt, nachvollziehbar, ohne Lärm.

Was hier nicht erscheint

Keine Signale. Keine Kursziele als Handlungsaufforderung. Keine Renditezahlen und keine Trefferquoten. Was wir schreiben, ist eine Momentaufnahme unserer eigenen Einschätzung — sie kann sich jederzeit ändern, und wir sind in den besprochenen Märkten regelmässig selbst positioniert.

Wer daraus etwas für sich mitnimmt, soll das gerne tun. Eine Entscheidung abnehmen kann und will dieser Text niemandem.